Die 6 schönsten Wohnmobiltouren in Deutschland
Deutschland zählt mit über 4.000 Stellplätzen zu den beliebtesten Wohnmobil-Reisezielen Europas. Von der Deutschen Alpenstraße über die Ostseeküste bis zur malerischen Mosel erwarten Sie spektakuläre Routen, die beeindruckende Natur mit sehenswerten Städten verbinden – oft direkt vor Ihrer Haustür.
Bei MS Reisemobile erfahren Sie mehr über die 6 besten Strecken und erhalten praktische Tipps für unvergessliche Camper-Touren. Wir zeigen Ihnen die besten Stellplätze auf jeder Route und geben Empfehlungen für Anfänger und Fortgeschrittene.
Inhaltsverzeichnis:
- Wie unterscheiden sich Nord-, Süd- und Ostdeutschland für Wohnmobiltouren?
- Die 6 schönsten Wohnmobilrouten in Deutschland
- Tipps für Ihre Wohnmobiltour durch Deutschland
- Wohnmobiltouren für Anfänger in Deutschland
- 1. Wohnmobiltour über Deutschlands Alpenstraße
- 2. Wohnmobil-Route entlang der Ostseeküste
- 3. Camper-Tour durch Deutschlands Bayerischen Wald
- 4. Mit dem Wohnmobil die Ruhrgebiet-Route erkunden
- 5. Camper-Tour durch Deutschland entlang der Mosel
- 6. Wohnmobiltour durch die Lüneburger Heide
- Routenwahl: worauf Sie achten sollten
- Reiseführer und Navigation nutzen
- Stell- und Campingplätze recherchieren
- Fahrzeugcheck vor der Tour
- Reiseapotheke und Notfallausrüstung
- Versicherungen für Wohnmobiltouren
- Übernachten mit dem Wohnmobil: Wo ist es erlaubt?
- Bußgelder vermeiden: die wichtigsten Regeln
Schnellübersicht: die 6 schönsten Wohnmobiltouren Deutschland
Die folgende Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick die wichtigsten Eckdaten der sechs schönsten Wohnmobiltouren in Deutschland:
- Deutsche Alpenstraße (450 km): Lindau bis Berchtesgaden – Bergpanoramen, Neuschwanstein, Zugspitze
- Ostseeküste (700 km): Flensburg bis polnische Grenze – Hansestädte, Kreidefelsen Rügen
- Bayerischer Wald (300 km): Rundtour durch Nationalpark – Naturerlebnis, Regensburg
- Ruhrgebiet-Route (400 km): Industriekultur – Zeche Zollverein, Landschaftspark
- Moselroute (250 km): Koblenz bis Luxemburg – Weinregion, Fachwerkdörfer, Burg Eltz
- Lüneburger Heide (200 km): Rundtour – Heidelandschaft, Lüneburg
Wie unterscheiden sich Nord-, Süd- und Ostdeutschland für Wohnmobiltouren?
Ost- und Nordsee im Norden, alpines Ambiente im Süden sowie Spreewald und Neuschwanstein im Osten: Deutschland punktet mit zahlreichen Höhepunkten.
- Wohnmobil-Tour durch Norddeutschland: Im Norden erleben Sie maritimes Flair und flache Routen – perfekt für Einsteiger. Die Ostseeküste mit Rügen bietet weite Horizonte und salzige Meeresluft. Mit über 200 Stellplätzen allein in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie überall optimale Übernachtungsmöglichkeiten.
- Wohnmobil-Tour durch Süddeutschland: Der Süden beeindruckt mit alpiner Dramatik. Die Alpenstraße führt durch spektakuläre Berglandschaften, vorbei an Neuschwanstein. Hier erwarten Sie anspruchsvolle Strecken mit Höhenunterschieden bis zu 1.800 Metern und atemberaubenden Ausblicken – eine wahre Traumstraße für erfahrene Fahrer
- Wohnmobil-Tour durch Ostdeutschland: Routen in Ostdeutschland verbindet Natur und Geschichte. Der Bayerische Wald überzeugt mit unberührter Wildnis. Zudem erfreut sich die Region wegen geringerer Preise und weniger überlaufenen Stellplätzen großer Beliebtheit.
Noch ohne Wohnmobil? So starten Sie ins Abenteuer
Für Ihre Wohnmobiltour in Deutschland benötigen Sie das passende Fahrzeug. MS Reisemobile bietet hierfür eine große Auswahl an Wohnmobilen zum Kauf und zur Miete vom kompakten Camper bis zum luxuriösen Alkoven
Wählen Sie aus folgenden Wohnmobil-Arten die passende aus:
- Camper – kompakt und wendig für Städtetrips
- Kastenwagen – ideal für Paare und schmale Bergstraßen
- Teilintegrierte Wohnmobil – der Klassiker mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
- Integrierte Wohnmobile – maximaler Komfort und aerodynamisches Design
- Alkoven – viel Platz für Familien mit Schlafnische über der Fahrerkabine
Die 6 schönsten Wohnmobilrouten in Deutschland
Die Alpenstraße, die Ostseeküste, der Bayerische Wald, das Ruhrgebiet, die Moselregion sowie die Lüneburger Heide zählen zu den schönsten Wohnmobilrouten in Deutschland.
Jede dieser Strecken bietet einzigartige Erlebnisse für Einsteiger und erfahrene Camper. Im Folgenden stellen wir Ihnen jede Route detailliert vor – mit Highlights, Stellplatz-Tipps und Eignungsempfehlungen.
1. Wohnmobiltour über Deutschlands Alpenstraße
Route: ca. 480 Kilometer von Lindau am Bodensee bis Berchtesgaden
Die Deutsche Alpenstraße ist mit 450 Kilometern zwischen Lindau und Berchtesgaden die spektakulärste Wohnmobilroute für erfahrene Fahrer. Sie führt auf Höhen bis rund 1.150 Meter durch Bayerns imposanteste Bergwelt und zählt zu den bekanntesten Traumstraßen Europas.
Welche Highlights erwarten mich auf der Alpenstraße?
- Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau
- Zugspitze (Deutschlands höchster Berg mit 2.962 Metern)
- Königssee mit St. Bartholomä und kristallklarem Bergwasser
- Füssen mit historischer Altstadt
- Garmisch-Partenkirchen als Olympiastadt
- Chiemsee mit Herreninsel und Schloss
- Oberstdorf im Allgäu
Wo finde ich gute Stellplätze an der Alpenstraße?
Entlang der Route gibt es über 80 gut ausgestattete Stellplätze. Zahlreiche bieten Bergpanorama-Blick und moderne Ver- und Entsorgungsstationen.
Empfehlung: Camping Brunnen bei Füssen, Stellplatz Alpsee, Panorama-Stellplatz Grainau.
In der Hochsaison (Juli/August) sind diese Plätze oft Wochen im Voraus ausgebucht – rechtzeitiges Reservieren ist unbedingt erforderlich.
Für wen eignet sich die Deutsche Alpenstraße?
Diese Route ist ausschließlich für erfahrene Fahrer geeignet. Anspruchsvolle Serpentinen mit engen Kurven und Steigungen bis 12 % sind nichts für Anfänger.
- Ideal für Naturliebhaber und Wanderfreunde.
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
- Im Winter sind Teile der Strecke oft gesperrt oder erfordern Winterausrüstung.
2. Wohnmobil-Route entlang der Ostseeküste
Route: Etwa 700 Kilometer von Flensburg bis zur polnischen Grenze
Diese entspannte Camper-Tour verbindet maritime Hansestädte mit weißen Sandstränden. Die Ostseeküste zählt jährlich über 30 Millionen Übernachtungen und bietet die beste Camping-Infrastruktur Deutschlands.
Welche Highlights erwarten mich an der Ostseeküste?
- Lübeck mit Holstentor und Marzipan-Tradition
- Insel Rügen mit Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund
- Stralsund (UNESCO-Welterbe) mit backsteingotischer Architektur
- Wismar mit historischem Marktplatz
- Kühlungsborn als elegantes Seebad
- Darß-Halbinsel mit Nationalpark und Künstlerkolonien
- Warnemünde mit breitem Sandstrand und Leuchtturm
Wo finde ich gute Stellplätze an der Ostseeküste?
An der Ostseeküste finden Sie eine Camping-Infrastruktur mit über 200 Stell- und Campingplätzen entlang der Küste vor.
- Empfehlung: Regenbogen Camp Göhren auf Rügen, Stellplatz Warnemünde, Ostseebad Dierhagen.
- Viele Stellplätze liegen direkt in Strandnähe mit Meerblick.
- Wildcampen ist verboten.
Für wen eignet sich die Ostseeküsten-Route?
Die Route ist perfekt für Anfänger und Familien. Flache Küstenstraßen und kurze Etappen von durchschnittlich 80-120 Kilometern sind gut zu bewältigen.
- Ideal für Strandliebhaber und Wassersportler
- Ganzjährig befahrbar
- Beste Reisezeit: Mai bis September.
- Auch im Herbst und Frühjahr reizvoll mit weniger Touristen und mildem Reizklima.
3. Camper-Tour durch Deutschlands Bayerischen Wald
Route: Rundtour von etwa 300 Kilometern
Der Bayerische Wald ist Deutschlands ältester Nationalpark und bietet unberührte Naturerlebnisse abseits des Massentourismus. Die Route führt durch dichte Wälder, vorbei an kristallklaren Bergseen und durch traditionelle Glasbläser-Dörfer.
Welche Highlights erwarten mich im Bayerischen Wald?
- Nationalpark mit Baumwipfelpfad – weltweit einer der längsten mit 1.300 Metern
- Großer Arber (1.456 m) – höchster Berg des Bayerischen Waldes
- Regensburg (UNESCO-Welterbe) mit mittelalterlicher Steinerner Brücke
- Glasmuseum Frauenau mit traditioneller Glasbläserkunst
- Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österreich
- Rachelsee – eiszeitlicher Karsee auf 1.071 Metern Höhe
- Passau als Dreiflüssestadt
Wo finde ich gute Stellplätze im Bayerischen Wald?
Naturnahe Stellplätze in Waldlage mit durchschnittlich 12-18 € pro Nacht sind deutlich günstiger als in Südbayern.
- Empfehlung: Stellplatz Nationalpark-Zentrum, Wohnmobilhafen Bodenmais, Stellplatz Zwiesel.
- Ganzjährig geöffnet, wenig frequentiert.
- Besonders im Herbst zur Hirschbrunft und im Winter für Wintersportler attraktiv.
Für wen eignet sich die Bayerischer-Wald-Route?
Für Naturliebhaber und Ruhesuchende ist die Wohnmobiltour durch den Bayerischen Wald empfehlenswert. Aufgrund einiger kurvenreicher Waldstraßen ist eine mittlere Fahrerfahrung nötig.
- Familienfreundlich mit Wanderwegen und Tiergehegen.
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober.
- Im Winter verwandelt sich die Region in ein Schneeparadies mit Langlauf- und Winterwanderwegen.
4. Mit dem Wohnmobil die Ruhrgebiet-Route erkunden
Route: Etwa 400 Kilometer durch das Ruhrgebiet
Die Industriekultur-Route ist einzigartig in Deutschland und verbindet 25 industriegeschichtliche Highlights auf der Route der Industriekultur.
Sie zeigt den Strukturwandel vom Kohle- und Stahlrevier zur Kulturlandschaft. Nirgendwo sonst in Europa erleben Sie Industriegeschichte so hautnah.
Welche Highlights erwarten mich im Ruhrgebiet?
- Zeche Zollverein Essen (UNESCO-Welterbe) – schönste Zeche der Welt
- Landschaftspark Duisburg-Nord mit begehbarem Hochofen
- Gasometer Oberhausen mit wechselnden Ausstellungen
- Tiger & Turtle Duisburg – begehbare Achterbahn-Skulptur
- Jahrhunderthalle Bochum mit Industriekultur-Events
- Dortmunder U als Zentrum für Kunst und Kreativität
- Tetraeder Bottrop mit 360°-Panoramablick über das Ruhrgebiet
Wo finde ich gute Stellplätze im Ruhrgebiet?
Stadtnahe Stellplätze mit ÖPNV-Anbindung ermöglichen autoloses Erkunden der Städte.
- Empfehlung: Reisemobilhafen Essen, Stellplatz Duisburg-Innenhafen, Wohnmobilplatz Bochum
- Ausgezeichnete Infrastruktur mit Strom, Frischwasser und Entsorgung direkt an den Sehenswürdigkeiten
- Preise liegen bei 15-22 € pro Nacht
Für wen eignet sich die Ruhrgebiet-Route?
Besonders geeignet ist die Strecke für Kultur- und Architekturinteressierte. Auch bei Anfängern erfreut sie sich dank übersichtlicher Beschilderung und flacher Streckenführung großer Beliebtheit.
- Ganzjährig befahrbar mit Shopping-Möglichkeiten
- Besonders attraktiv für Städte-Fans, die urbanes Leben mit Wohnmobil-Komfort verbinden möchten
5. Camper-Tour durch Deutschland entlang der Mosel
Route: 250 Kilometer von Koblenz bis zur luxemburgischen Grenze
Die Moselroute gilt als romantischste Wohnmobil-Strecke Deutschlands. Sie führt durch eine der ältesten Weinregionen Europas entlang der kurvenreichen Weinstraße mit Fachwerkdörfern und steilen Weinbergsterrassen.
Welche Highlights erwarten mich an der Mosel?
- Deutsches Eck Koblenz – Zusammenfluss von Rhein und Mosel
- Burg Eltz – eine der schönsten Burgen Deutschlands, nie zerstört
- Cochem mit Reichsburg und mittelalterlichem Stadtkern
- Bernkastel-Kues mit historischem Marktplatz
- Traben-Trarbach mit Jugendstil-Architektur
- Trier (älteste Stadt Deutschlands mit über 2.000 Jahren Geschichte)
- Weinproben bei tausenden Winzerbetrieben direkt am Fluss
Wo finde ich gute Stellplätze an der Mosel?
Die Moselregion ist hervorragend auf Wohnmobilisten eingestellt mit über 60 Stellplätzen entlang des Flusses. Winzer-Stellplätze mit Weinverkauf bieten ein authentisches Erlebnis ab 8-15€ pro Nacht
- Empfehlung: Stellplatz Cochem, Moselstrand Traben-Trarbach
- Meist direkt am Flussufer mit Blick auf Weinberge und Burgen
Für wen eignet sich die Moselroute?
Für Genießer und Weinliebhaber ist die Wohnmobiltour durch Deutschland an der Mosel optimal. Auch Anfänger geeignet kommen auf der flach am Fluss entlangführenden Moselstraße auf ihre Kosten
- Romantische Kulisse
- Beste Reisezeit: April bis Oktober, besonders zur Weinlese im Herbst
- Im September und Oktober können Sie die Weinlese hautnah erleben und frischen Federweißen genießen.
6. Wohnmobiltour durch die Lüneburger Heide
Route: Rundtour von etwa 200 Kilometern
Die Tour führt durch Deutschlands größtes zusammenhängendes Heidegebiet mit über 23.400 Hektar Naturschutzfläche.
Naturerlebnis und Erholung abseits des Massentourismus locken jährlich über 4 Millionen Besucher. Besonders zur Heideblüte im August und September, wenn die Landschaft in leuchtendem Violett erstrahlt, ist die Strecke ein Highlight.
Welche Highlights erwarten mich in der Lüneburger Heide?
- Heidelandschaft zur Blütezeit (August/September) in leuchtendem Violett
- Heidschnucken-Herden – traditionelle Schafe als lebende Rasenmäher
- Lüneburg mit Altstadt und historischem Salzhandel-Erbe
- Kloster Wienhausen aus dem 13. Jahrhundert
- Vogelpark Walsrode mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten
- Heide Park Soltau als größter Freizeitpark Norddeutschlands
- Heidedörfer mit reetgedeckten Fachwerkhäusern
Wo finde ich gute Stellplätze in der Lüneburger Heide?
Naturnahe Stellplätze in Heidelandschaft gibt es zwischen 10-18 € pro Nacht.
- Empfehlung: Südsee-Camp, Stellplatz Lüneburg, Wohnmobilhafen Schneverdingen.
- Ruhig gelegen, auch in der Hauptsaison nicht überlaufen
- Viele Stellplätze bieten direkten Zugang zu Wander- und Radwegen durch die Heide.
Für wen eignet sich die Lüneburger-Heide-Route?
Ideal geeignet ist die Route durch die Lüneburger Heide für Familien und Camping-Einsteiger. Hier erwarten Sie flache Strecken und kurze Etappen von 30-50 Kilometern.
- Radfahrer-Paradies mit über 1.000 Kilometern ausgeschilderten Radwegen.
- Für Kurztrips (3-5 Tage) geeignet.
- Ganzjährig befahrbar. Besonders reizvoll von Mitte August bis Mitte September während der Heideblüte.
Tipps für Ihre Wohnmobiltour durch Deutschland
Eine erfolgreiche Wohnmobiltour erfordert gründliche Vorbereitung in sieben Bereichen: Routenwahl, Navigation, Stellplatzreservierung, Fahrzeugcheck, Notfallausrüstung, Versicherungen und rechtliche Grundlagen.
Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Routenwahl: worauf Sie achten sollten
Bei der Routenwahl sollten Sie Ihre Fahrerfahrung, die beste Reisezeit und die richtige Planung der Tagesetappen achten.
- Fahrerfahrung einschätzen: Bergstrecken wie die Alpenstraße erfordern Übung, Küstenrouten eignen sich dagegen auch für Anfänger.
- Reisezeit wählen: Im Sommer sind beliebte Ziele meist gut besucht. Im Frühling und Herbst finden Sie dafür oft mehr Ruhe.
- Tagesetappen planen: Erfahrene Camper schaffen 150-250 km täglich, Anfänger sollten 100-150 km planen. Kalkulieren Sie auch Besichtigungszeiten ein.
- Fahrzeugmaße beachten: Enge Altstädte oder steile Bergpässe sind nicht für alle Wohnmobile geeignet.
Reiseführer und Navigation nutzen
Investieren Sie in aktuelle Wohnmobil-Reiseführer. Apps wie Park4Night oder Landvergnügen können bei der Suche nach Stellplätzen in Echtzeit ebenfalls helfen.
Kombinieren Sie GPS mit Papierkarten für Funklöcher. Speichern Sie außerdem offline-Karten.
Stell- und Campingplätze recherchieren
Apps wie Stellplatz-Radar oder die ADAC Camping-App machen Ihnen die Suche nach einem Stell- oder Campingplatz leicht. Unterscheiden Sie dabei Campingplätze (15-40 €/Nacht, volle Infrastruktur) vs. Stellplätze (5-15 €/Nacht, nur Ver-/Entsorgung).
In der Hauptsaison (Juli/August) und an beliebten Zielen sollten sie den jeweiligen Platz in jedem Fall vorbuchen.
Fahrzeugcheck vor der Tour
Ein gründlicher Check ist essenziell. Prüfen Sie:
- Reifendruck und Profiltiefe (min. 3 mm)
- Flüssigkeiten (Motoröl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit, Scheibenwasser)
- Beleuchtung
- Gasanlage auf Dichtigkeit und Ablaufdatum
- Batterie und Wassersystem
- Kühlschrank und Heizung
- Zuladungsgrenzen (Nutzen Sie ggf. öffentliche Waagen)
Reiseapotheke und Notfallausrüstung
Damit Sie jederzeit abgesichert sind, sollten Sie Ihre Reiseapotheke, Notfallausrüstung und wichtige Telefonnummern immer parat haben.
- Reiseapotheke: Schmerzmittel, Durchfallmittel, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, Sonnencreme, Insektenschutz, Zeckenzange, persönliche Medikamente
- Notfallausrüstung: Warndreieck, Warnwesten, Erste-Hilfe-Set, Feuerlöscher, Rauch- und CO-Melder, Abschleppseil, Starthilfekabel, Taschenlampe, Werkzeug, Wasserkanister, Lebensmittelvorrat (2-3 Tage)
- Wichtige Nummern: Pannenhilfe ADAC (089 20 20 40), Notarzt (112), Service-Hotline Ihres Wohnmobil-Hersteller
Versicherungen für Wohnmobiltouren
Neben einer Kfz-Haftpflichtversicherung empfehlen sich auch Vollkasko-, Inhalts- und Auslandsreisekrankenversicherungen.
- Pflicht: Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schäden an Dritten
- Empfohlen: Vollkaskoversicherung für Unfälle, Diebstahl, Naturereignisse (besonders bei Neufahrzeugen)
- Optional: Inhaltsversicherung für Camping-Ausrüstung, Auslandsreisekrankenversicherung für Grenzregionen, ADAC-Schutzbrief für Pannen. Vergleichen Sie dabei die Angebote spezieller Wohnmobil-Versicherer.
Wohnmobiltouren für Anfänger in Deutschland
Der Einstieg in Wohnmobiltouren wirft bei Anfängern manchmal Fragen auf. Die wichtigsten Regeln sollten Sie kennen, um Überraschungen zu vermeiden.
Übernachten mit dem Wohnmobil: Wo ist es erlaubt?
- Einmalige Übernachtung: An öffentlichen Straßen für max. 10 Stunden zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit erlaubt – aber nur ohne Camping-Verhalten (keine Stühle, Tische, Markisen ausfahren).
- Nutzen Sie Stellplätze: Ausgewiesene Stell- und Campingplätze bieten legale Übernachtung plus Ver-/Entsorgung.
- Wildcampen verboten: In Deutschland grundsätzlich verboten – auch auf Parkplätzen und in Naturschutzgebieten.
- Privatgrundstücke: Mit Erlaubnis des Eigentümers erlaubt. Manche Plattformen vermitteln Ihnen kostenlose Stellplätze bei Bauernhöfen und Weingütern.
Respektieren Sie lokale Verbote in Nationalparks, an Stränden und Wohngebieten.
Bußgelder vermeiden: die wichtigsten Regeln
- Wildcampen: 20-500 € je nach Bundesland, in Naturschutzgebieten bis 2.500 €
- Abwasserentsorgung: Illegales Entsorgen kostet 100-300 €, in Trinkwasserschutzgebieten bis zu 5.000 €.
- Durchfahrt: Missachtung von Höhen/Gewicht kostet 20-70 € plus Bergungskosten.
- Geschwindigkeit: Viele Wohnmobile dürfen außerorts nur 80 km/h, auf Autobahnen max. 100 km/h.
- Parken: Wohnmobile dürfen überall parken, wo das Parken für Kfz erlaubt ist – außer die Beschilderung schließt sie aus (z. B. Zeichen 314 „Parken“ mit Zusatzzeichen „Pkw“). Spezielle Wohnmobil-Parkflächen sind mit dem passenden Zusatzzeichen gekennzeichnet.
- Wohnmobil-Führerschein: Klasse B (nach 1999) nur bis 3,5t – darüber ist Klasse C1 erforderlich.



