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Schweden mit dem Wohnmobil: Traumrouten und zahlreiche Campingplätze

Schweden ist eines der besten Reiseziele für Wohnmobilisten in Europa. Mit der eindrucksvollen Natur, der geringen Verkehrsdichte und hunderten zertifizierten Campingplätzen eignet sich das Land ideal für eine Rundreise durch Skandinavien mit dem Wohnmobil.

Ob Westküste, Vänernsee oder Lappland: Für jede Reisedauer und jeden Reisestil gibt es in Schweden die passende Wohnmobilroute. Wir zeigen Ihnen im Folgenden die schönsten Strecken und Tipps für Ihre Schweden-Reise!

Inhaltsverzeichnis:

Wie kommen Sie mit dem Wohnmobil nach Schweden?

Mit dem Wohnmobil kommen Sie am besten mit der Fähre ab Norddeutschland oder über den Landweg über Dänemark nach Schweden. Welche Option für Sie die richtige ist, hängt von Ihrem Abfahrtsort, der Reisesaison und dem Kraftstoffverbrauch Ihres Fahrzeugs ab.

Fährverbindungen: Routen und Anbieter im Vergleich

Reisen Sie mit der Fähre nach Schweden, stehen Ihnen mehrere Abfahrtshäfen zur Wahl. Aktuell gehören vor allem Verbindungen ab Travemünde, Rostock und Kiel zu den wichtigsten Routen aus Deutschland.

  • Travemünde → Trelleborg: TT-Line, ca. 8-9 Stunden
  • Kiel → Göteborg: Stena Line, ca. 14 Stunden
  • Rostock → Trelleborg: Stena Line oder TT-Line, ca. 6-7 Stunden

Für Wohnmobile über 6 Meter gelten bei allen Fähranbietern erhöhte Fahrzeugtarife. In der Hauptsaison zwischen Juli und August empfiehlt sich zudem eine frühzeitige Buchung.

Landweg über die Öresundbrücke

Der Landweg über Dänemark und die Öresundbrücke ist besonders für Reisende aus Süd- oder Westdeutschland attraktiv.

Bei der Maut ist die Fahrzeuglänge entscheidend, nicht die Höhe. Für Fahrzeuge bis 6 Meter Länge gelten günstigere Tarife als für längere Wohnmobile. Je nach Fahrzeugkategorie und Buchungsmodell können die Preise unterschiedlich ausfallen.

Zur Einordnung: Von Hamburg beträgt die Fahrzeit bis Malmö auf diesem Weg etwa 6 bis 7 Stunden – ohne Wartezeit am Fährhafen.

 

Welche Route ist die beste für 2 Wochen Schweden im Wohnmobil?

Die drei besten Routen für zwei Wochen Schweden im Wohnmobil führen Sie durch Süd-, Mittel- und Nordschweden. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, welche Strecken besonders empfehlenswert sind:

Region Route Kilometer Highlight
Südschweden Stockholm – Göteborg – Malmö – Kalmar – Öland Ca. 1050 km Öland, Westküste
Mittelschweden Stockholm – Dalarna – Tiveden – Uppsala Ca. 1440 km Vänernsee, Göta-Kanal
Nordschweden / Lappland Kiruna – Abisko – Piteå – Jokkmokk Ca. 1540 km Polarkreis, Rentiere


Südschweden: die beliebteste Wohnmobilroute

Die Rundreise durch Südschweden führt über rund 1.050 Kilometer von Stockholm über Göteborg und Malmö bis zur Insel Öland.

Highlights:

  • Sandstrände: besonders an der Westküste und auf Öland, teils kilometerlang und auch im Sommer wenig überlaufen
  • Schärenlandschaften: zerklüftete Felseninseln vor der Westküste, ideal für Kajak-Touren und Bootsausflüge
  • Lebhafte Städte: Göteborg mit Fischmarkt und Archipel, Malmö mit Blick auf die Öresundbrücke und Kopenhagen
  • Vimmerby: Geburtsstadt von Astrid Lindgren mit dem Freizeitpark „Astrid Lindgrens Värld“ als Highlight für Familien

Campingplätze an der Westküste und auf Öland sind in der Hauptsaison oft Wochen im Voraus ausgebucht. Planen Sie Ihre Wohnmobilstellplätze deshalb frühzeitig ein.

Mittelschweden: Seen, Wälder und der Göta-Kanal

Die Mittelschweden-Route verbindet Stockholm mit der Provinz Dalarna und dem Tiveden-Nationalpark auf einer Strecke von etwa 1.140 Kilometern.

Highlights:

  • Göta-Kanal: historischer Kanal aus dem Jahr 1832, der Ost- und Westküste verbindet, mit malerischen Schleusen und Radwegen am Ufer
  • Vänernsee: mit rund 5.650 Quadratkilometern der drittgrößte Binnensee Europas, Angelparadies und Ausgangspunkt für Hausboottouren
  • Mittelalterliche Städte: Uppsala mit dem größten Dom Skandinaviens, Sigtuna als älteste Stadt Schwedens mit Ruinen direkt am Mälarsee
  • Tiveden-Nationalpark: urspüngliche Wildnis mit Luchsen, Elchen und uralten Kiefernwäldern – einer der wildesten Nationalparks Südschwedens
  • Dalarna: Heimat der berühmten Dalarna-Pferde, traditioneller Mittsommerfesste und der typisch roten Schwedenhäuser direkt am See

Die Straßen in Mittelschweden sind breit und gut ausgebaut – diese Route eignet sich deshalb besonders für Einsteiger.

Nordschweden und Lappland: Wohnmobilreise zum Polarkreis

Die Lappland-Route startet in Kiruna und führt Sie auf ca. 1540 Kilometern durch den Abisko-Nationalpark bis nach Jokkmokk, dem Zentrum der Sámi-Kultur.

Highlights:

  • Rentiere am Straßenrand: besonders häufig auf Streckenabschnitten rund um Jokkmokk und Arjeplog – fahren Sie langsam und halten Sie ausreichend Abstand
  • Mitternachtssonne im Sommer: Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli geht die Sonne nördlich des Polarkreises nicht unter – ein einzigartiges Erlebnis auf dem Campingplatz
  • Nordlichter im Winter: Abisko gilt als einer der besten Orte Europas zur Nordlichtbeobachtung, da die Region überdurchschnittlich oft wolkenfrei ist.

 

Darf man mit dem Wohnmobil in Schweden frei stehen?

Das schwedische Jedermannsrecht (Allemansrätten) erlaubt es grundsätzlich, die Natur zu betreten und dort zu übernachten. Für Wohnmobile und Camper gelten jedoch klare Einschränkungen, die Sie kennen sollten.

  • Das Jedermannsrecht gilt nicht in gleicher Weise für Wohnmobile wie für Zelte
  • Mit dem Wohnmobil dürfen Sie nicht einfach abseits von Wegen in der Natur stehen oder fahren.
  • Eine Übernachtung mit dem Fahrzeug ist nur dort unproblematisch, wo sie ausdrücklich erlaubt ist, etwa auf offiziellen Stellplätzen, Campingplätzen oder mancherorts auf Rastplätzen.
  • Wer außerhalb solcher Flächen stehen möchte, sollte die lokalen Regeln beachten und im Zweifel die Zustimmung des Grundstückseigentümers einholen.

Erlaubt ist dagegen das Parken auf dafür geeigneten Flächen, etwa am Straßenrand oder auf Rastplätzen, wenn keine abweichende Beschilderung gilt. Auf öffentlichen Straßen gilt in Schweden grundsätzlich häufig eine 24-Stunden-Regel an Werktagen, sofern nichts anderes ausgeschildert ist.

 

Welche Campingplätze sind in Schweden mit dem Wohnmobil empfehlenswert?

Empfehlenswerte Wohnmobilstellplätze finden Sie vor allem auf Öland in Bohuslän, in Dalarna und in Abisko.

  • Öland: Stellplätze mit Meerblick und Nähe zur UNESCO-Welterbestätte – Reservierung in der Hauptsaison unbedingt erforderlich
  • Westküste/Bohuslän: Campingplätze in den Schären mit direktem Zugang zu Kajak-Touren und frischen Meeresfrüchten
  • Dalarna: Ruhige Wohnmobilstellplätze an Seen, umgeben von roten Schwedenhäusern und Nadelwäldern
  • Lappland/Abisko: Kleine Campingplätze mit direktem Nationalpark-Zugang und einfacher, naturnaher Ausstattung

Wann sollten Sie Campingplätze in Schweden reservieren?

Campingplätze in Schweden sollten Sie für die Hauptsaison mindestens 4 bis 6 Wochen im Voraus reservieren. Von Ende Juni bis Mitte August sind beliebte Stellplätze in Südschweden und an der Westküste regelmäßig ausgebucht vor allem auf Öland und in den Schären von Bohuslän.

Außerhalb der Hauptsaison – besonders im Mai, Juni und September – sind Wohnmobilstellplätze meist ohne Voranmeldung verfügbar. Diese Reisezeiten bieten zudem angenehmere Temperaturen und deutlich weniger Betrieb auf den Straßen.

 

Was müssen Sie beim Fahren mit dem Wohnmobil in Schweden beachten?

Für Ihre Wohnmobiltour sollten Sie zusätzlich insbesondere auf Tempolimits, Tiere sowie die richtige Bereifung achten. Nachstehend finden Sie kurze Übersichten über die wichtigsten Faktoren für Ihren Ausflug.

Tempolimits und Lichtpflicht

Außerorts gilt in Schweden häufig ein Tempolimit von 80 km/h, auf vielen Landstraßen auch 90 km/h. Je nach Straßentyp und Beschilderung sind jedoch auch andere Höchstgeschwindigkeiten möglich. Innerorts sind meist 50 km/h erlaubt.

Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen können abweichende Limits gelten – achten Sie auf Zusatzschilder. Lichtpflicht gilt in Schweden übrigens ganztägig, also auch bei strahlendem Sonnenschein.

Elchgefahr: ein häufiger Unfallgrund in Schweden

Zusammenstöße mit Elchen verursachen in Schweden jährlich hunderte Unfälle. Die Tiere sind besonders in der Dämmerung und bei Nacht aktiv und auf dunklen Waldstraßen kaum zu sehen.

Nehmen Sie die gelben Warnschilder mit dem Elchsymbol ernst und reduzieren Sie auf solchen Abschnitten Ihre Geschwindigkeit – gerade auf Strecken ohne Leitplanken.

Winterreifen: Ab wann sind sie in Schweden Pflicht?

Vom 1. Dezember bis 31. März gilt in Schweden für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen. In dieser Fahrzeugklasse müssen die Reifen mindestens 3 Millimeter Profiltiefe aufweisen. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten teils abweichende Regeln und strengere Anforderungen.

Wer ein Wohnmobil in Norddeutschland oder Schweden in diesem Zeitraum mietet, erhält in der Regel ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug – prüfen Sie die Mietbedingungen dennoch vor der Buchung.

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