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Das Wichtigste vorab: Planen Sie für Ihre Reise mindestens 2-3 Wochen ein, rechnen Sie mit 150-200 € pro Tag für zwei Personen und berücksichtigen Sie die beste Reisezeit von Mai bis September. Das Jedermannsrecht ermöglicht in Norwegen und Schweden zudem das legale Wildcampen.

 

Die richtige Planung: Wann, wie lange und welche Route für Ihre Camper-Tour durch Skandinavien?

Bevor Sie Ihre Reise antreten, sollten Sie sich Gedanken darum machen, wann und wie lange Sie unterwegs sein möchten und welche Route Sie wählen möchten. MS Reisemobile gibt Ihnen für jede dieser Fragen Tipps an die Hand.

Wie viele Tage sollten Sie für jede skandinavische Region einplanen?

  • Südnorwegen (Fjordregion): Planen Sie eine Woche für die klassischen Highlights wie Geirangerfjord, Flåm und Bergen ein. Diese Region ist landschaftlich besonders reizvoll, aber auch stark von Touristen besucht.
  • Nordnorwegen bis Nordkap: Kalkulieren Sie mindestens zwei Wochen für den hohen Norden. Die Entfernungen sind enorm – allein von Trondheim zum Nordkap sind es über 1.000 Kilometer. Die landschaftlich beeindruckende Strecke lohnt sich, erfordert jedoch eine gute Etappenplanung.
  • Schweden: Eine Woche reicht für die Highlights Stockholm, Göteborg und die Westküste. Schweden eignet sich als entspannte Zwischenstation mit guter Infrastruktur.
  • Dänemark: Das kleine Land lässt sich in wenigen Tagen durchqueren. Dänemark bietet sich ideal als Ein- oder Ausreisepunkt an.

Welche Routen sind für eine Skandinavien-Rundreise mit Wohnmobil am besten geeignet?

  • Die große Skandinavien-Runde (3-4 Wochen): Deutschland → Dänemark → Schweden → Norwegen (Südroute) → Nordkap → Finnland → Stockholm → Deutschland
  • Die Fjord-Route (2-3 Wochen): Deutschland → Dänemark → Südnorwegen (Bergen, Geiranger, Flåm) → Schweden → Deutschland
  • Die kompakte Süd-Route (2 Wochen): Deutschland → Dänemark → Südschweden → Oslo-Region → Göteborg → Deutschland

Planen Sie bewusst Puffertage ein – das Wetter kann Ihre Pläne schnell ändern, und die schönsten Orte verdienen oft einen zusätzlichen Tag.

Bei der Wahl Ihrer Reiseroute empfiehlt es sich, landschaftlich reizvolle Streckenabschnitte mit praktischen Versorgungsmöglichkeiten wie Tankstellen, Stellplätzen und Einkaufsmöglichkeiten zu kombinieren.

 

Welche Natur- und Kultur-Highlights darf man auf der Wohnmobil-Tour durch Skandinavien nicht verpassen?

Der Geirangerfjord sowie das Nordkap in Norwegen und der Stockholmer Schärengarten zählen zu den Highlights, die Sie während Ihrer Rundreise durch Skandinavien mit dem Wohnmobil gesehen haben sollten. Wir haben Ihnen die Höhepunkte Ihrer Reise zusammengefasst:

Top 8 Highlights für Wohnmobil-Reisende:

  1. Geirangerfjord, Norwegen – UNESCO-Welterbe mit spektakulären Wasserfällen. Der Campingplatz Geiranger bietet direkten Fjordblick.
  2. Lofoten, Norwegen – malerische Bergketten mitten im Meer. Ideale Wohnmobil-Stellplätze in Reine und Nusfjord.
  3. Nordkap, Norwegen – Europas nördlichster Punkt. In den Sommermonaten genießen Sie hier die eindrucksvolle Mitternachtssonne. Der Stellplatz ist kostenpflichtig, aber spektakulär gelegen.
  4. Stockholmer Schärengarten, Schweden – über 30.000 Schären vor der Hauptstadt. Mehrere Campingplätze auf den Inseln erreichbar.
  5. Trolltunga, Norwegen – berühmte Felsformation inkl. 28 Kilometer langer Wanderung. Basecamp-Campingplatz in Odda als Ausgangspunkt.
  6. Göteborg Westküste, Schweden – charmante Fischerdörfer und jede Menge Restaurants mit lokalen Meeresfrüchten. Gut ausgebaute Küsten-Campingplätze.
  7. Kopenhagen, Dänemark – kulturelle Vielfalt und typisch dänische Hygge-Atmosphäre. Stadtnahe Campingplätze mit ÖPNV-Anbindung.
  8. Flåm und Nærøyfjord, Norwegen – berühmte Flåmbahn und UNESCO-Fjord. Mehrere Wohnmobil-Stellplätze direkt am Fjord.

Welche Geheimtipps gibt es während Ihrer Rundreise durch Skandinavien mit dem Camper?

Zu den Geheimtipps fernab der typischen Touristenziele zählen Senja (Norwegen), Bohuslän (Schweden) und Bornholm (Dänemark).

Die Ziele auf einen Blick:

  • Senja, Norwegen: Die „Mini-Lofoten“ mit weniger Touristen, aber genauso spektakulärer Landschaft. Wildcampen an einsamen Stränden möglich.
  • Bohuslän, Schweden: Schärenküste mit über 8.000 Inseln. Perfekt für entspanntes Inselhopping mit dem Wohnmobil.
  • Bornholm, Dänemark: Sonneninsel mit 30% mehr Sonnenstunden als der Rest Dänemarks. Überfahrt mit der Wohnmobil-Fähre möglich.

 

Ihre Rundreise durch Skandinavien mit dem Wohnmobil: Welche Saison ist ideal für welches Erlebnis?

Sommer (Juni-August): die Hauptsaison

  • Vorteile: Warme Temperaturen (15-25°C), weiße Nächte, und Mitternachtssonne im Norden, alle Straßen geöffnet
  • Nachteile: höhere Preise, volle Campingplätze, Reservierungspflicht
  • Ideal für: Nordkap-Touren, Wanderungen, Familienreisen

Frühling (Mai): der Geheimtipp

  • Vorteile: mildere Temperaturen, weniger Touristen, günstigere Preise
  • Nachteile: einige Hochgebirgsstraßen noch geschlossen, wechselhaftes Wetter
  • Ideal für: Südskandinavien, Städtereisen, entspannte Touren

Herbst (September): der Naturliebhaber-Favorit

  • Vorteile: Spektakuläre Herbstfarben, wenig Touristen, klare Luft
  • Nachteile: Kürzere Tage, erste Nachtfröste möglich
  • Ideal für: Fotografen, Nordlichter-Beobachtung (ab Ende September), Wanderungen

Wie beeinflussen Tageslicht und Temperaturen die Route?

Tageslicht und Temperaturen beeinflussen Ihre Routenwahl, Fahrzeiten und Pausen sowie Ihre gesamte Tagesplanung. Je nach Monat sollten Sie folgende Faktoren bedenken:

  • Juni/Juli: Bis zu 20 Stunden Tageslicht im Norden ermöglichen flexible Fahrzeiten. Planen Sie bewusst Pausen ein – die ständige Helligkeit kann ermüdend wirken.
  • Mai/September: 14-16 Stunden Tageslicht bieten den besten Kompromiss zwischen Aktivitätszeit und natürlichem Schlafrhythmus.
  • April/Oktober: Nur 10-12 Stunden Tageslicht begrenzen die Fahrzeiten erheblich. Planen Sie eine frühe Ankunft am Stellplatz ein.

 

Skandinavien mit dem Wohnmobil: Welche Anreisemöglichkeiten gibt?

Für Ihre Wohnmobil-Tour durch Skandinavien können Sie zwischen dem Land- und dem Seeweg wählen.

Landweg über Brücken:

  • Route: Deutschland → Dänemark (Storebælt-Brücke) → Schweden (Öresund-Brücke) → Norwegen
  • Vorteile: flexible Zeitplanung, keine Vorab-Buchung nötig
  • Nachteile: längere Strecke, Mautgebühren

Fährverbindungen:

  • Deutschland → Norwegen: Kiel-Oslo (etwa 20 Stunden), Hirtshals-Kristiansand (etwa 3 Stunden)
  • Deutschland → Schweden: Rostock-Trelleborg (etwa 6 Stunden), Sassnitz-Trelleborg (etwa 2,5 Stunden)
  • Dänemark → Schweden/Norwegen: Frederikshavn-Göteborg (etwa 3,5 Stunden), Hirtshals-Larvik (etwa 3,5 Stunden)

 

Wie unterscheiden sich Kosten und Zeitaufwand?

Brücken-Maut:

  • Storebælt-Brücke: ca. 50€ für Wohnmobile bis 6m
  • Öresund-Brücke: ca. 60€ für Wohnmobile bis 6m
  • Gesamt-Maut: etwa 110€ plus Spritkosten

Fähren-Kosten am Beispiel Kiel-Oslo:

  • 2 Personen + Wohnmobil (7m): 400-800€ je nach Saison und Kabine
  • Vorteil: Entspannte Anreise, Übernachtung inklusive
  • Nachteil: Feste Abfahrtszeiten, Vorab-Buchung erforderlich

 

Ihre Fährverbindung sollten Sie unbedingt vorab buchen. Besonders von Mai bis September sind Wohnmobil-Plätze schnell ausgebucht – buchen Sie deshalb mindestens 2-3 Monate im Voraus für die besten Preise und Plätze.

Tipp: Viele Reedereien bieten Flex-Tarife mit kostenfreier Umbuchung an – ideal bei unsicherer Reiseplanung.

 

Welche Verkehrsregeln und Besonderheiten gelten für Ihre Wohnmobil-Tour durch Skandinavien?

Für Ihre Skandinavien-Rundreise mit dem Wohnmobil gelten besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen und weitere Regeln – zum Beispiel in Bezug auf Licht und Reifen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen für Wohnmobile (>3,5t):

  • Norwegen: 80 km/h Landstraße, 90 km/h Autobahn
  • Schweden: 70 km/h Landstraße, 90 km/h Autobahn
  • Dänemark: 70 km/h Landstraße, 80 km/h Autobahn

Besondere Regelungen:

  • Lichtpflicht: ganzjährig in allen drei Ländern
  • Alkohollimit: 0,2 Promille in Norwegen und Schweden, 0,5 in Dänemark
  • Winterreifen: Pflicht in Norwegen (15.11.-31.3.), empfohlen in Schweden
  • Mitführpflicht einer Warnweste: In allen Ländern sollte eine Warnweste griffbereit im Fahrerhaus liegen.

Wie sind die Straßenverhältnisse?

Norwegen im Wohnmobil: herausfordernd, aber gut ausgebaut

Die Hauptstraßen sind exzellent ausgebaut. Rechnen Sie jedoch mit vielen Tunneln und steilen Serpentinen.

Schweden: komfortabel und entspannt

Alle Hauptrouten verfügen über sehr gute Straßenqualität. Es gibt weniger Tunnel und Serpentinen als in Norwegen.

Dänemark: perfekt für Wohnmobile

Die Straßen sind ideal ausgebaut mit wenigen Steigungen. Optimal für entspanntes Fahren mit dem Wohnmobil.

Welche Mautsysteme gibt es?

Norwegen: automatische Mauterfassung über AutoPASS-System. Rechnung kommt per Post (auch ins Ausland). Kosten: 20-40€ pro Durchfahrt – je nach Tunnellänge.

Schweden: Maut nur für Öresund- und Svinesund-Brücke. Bezahlung an Mautstationen oder online.

Dänemark: Maut für Storebælt- und Öresund-Brücke. Bezahlung vor Ort oder online möglich.

Camping in Skandinavien: Wildcampen oder Campingplatz?

Norwegen und Schweden: Das „Allemansrätten“ (deutsch: Jedermannsrecht) erlaubt das freie Übernachten in der Natur für eine Nacht, aber nicht mit Wohnmobilen auf Privatgrund.

Erlaubte Stellplätze:

  • Übernachten Sie auf ausgewiesenen Rastplätzen. Diese sind meist kostenfrei nutzbar.
  • Wildcampen Sie auf ungenutztem Land, mindestens 150m von Häusern entfernt. Achten Sie auf Privateigentum-Schilder.
  • Nutzen Sie Wanderparkplätze für kostenfreie Übernachtungen. Viele sind speziell für Wohnmobile ausgelegt.

Verbotene Stellplätze:

  • Vermeiden Sie Wildcampen in Nationalparks. Hier gelten strenge Schutzbestimmungen.
  • Übernachten Sie niemals auf Privatgrundstücken ohne Erlaubnis. Fragen Sie immer den Eigentümer.
  • Meiden Sie Camping in Naturschutzgebieten. Diese stehen unter besonderem Schutz.

 

Wo findet man Campingplätze und Stellplätze?

In Skandinavien finden Sie Camping- und Stellplätze am einfachsten in spezialisierten Apps und auf entsprechenden Internetplattformen.

Empfohlene Apps und Plattformen:

  • ACSI App: über 1.200 Campingplätze in Skandinavien mit Bewertungen
  • Campercontact: besonders viele kostenfreie Stellplätze
  • Park4Night: Community-basierte Stellplatz-Sammlung
  • SCR Camping Guide: offizieller schwedischer Campingführer

Typische Ausstattung skandinavischer Campingplätze:

  • saubere Sanitäranlagen mit kostenlosen Duschen
  • Stromanschluss (oft 16 Ampere)
  • WLAN meist kostenpflichtig (5-10€/Tag)
  • Gemeinschaftsküchen mit Kochgelegenheit
  • Waschmaschinen und Trockner

Was sollte man beim Verhalten in der Natur beachten?

Die goldenen Wildcamping-Regeln:

  • Keine Spuren hinterlassen – „Leave no trace“
  • mindestens 60m Abstand zu Gewässern beim Toilettengang
  • Grauwasser nur in dafür vorgesehene Abläufe
  • absolute Müllvermeidung und Mitnahme
  • respektvoller Umgang mit Tier- und Pflanzenwelt

Wichtig: Das Leeren der Toilettenkassette ist nur auf Campingplätzen oder speziellen Entsorgungsstationen erlaubt.

 

Was kostet eine Wohnmobilreise durch Skandinavien?

Die Kernkosten: 150-350€ pro Tag für 2 Personen

Ihre Tageskosten hängen davon ab, ob Sie lieber sparsam oder komfortabel reisen möchten.

Budget-Variante: 150-200€/Tag

Nutzen Sie Wildcamping-Möglichkeiten, kochen Sie selbst und tanken Sie in Schweden.

Komfort-Variante: 250-350€/Tag

Übernachten Sie auf Campingplätzen und essen Sie regelmäßig in Restaurants.

Die größten Kostenfaktoren im Detail:

Unterkunft:

  • Wildcamping/kostenfreie Stellplätze: 0€
  • einfache Campingplätze: 25-35€
  • Komfort-Campingplätze: 40-60€
  • Stellplätze in Städten: 30-50€

Verpflegung:

  • Selbstversorgung: 40-60€/Tag
  • Mischung Restaurant/Selbstversorgung: 80-120€/Tag
  • Überwiegend Restaurants: 150-200€/Tag

Sprit (Wohnmobil 7m, 8l/100km):

  • Norwegen: ca. 1,80€/Liter
  • Schweden: ca. 1,65€/Liter
  • Dänemark: ca. 1,50€/Liter
  • Tägliche Fahrkosten: 25-45€ je nach Strecke

Sonstige Kosten:

  • Maut/Fähren: 5-15€/Tag
  • Aktivitäten/Eintritte: 20-40€/Tag
  • Internet/Telefon: 5-10€/Tag

Gibt es Spartipps?

  • Eigenversorgung: Kochen spart bis zu 50% der Verpflegungskosten
  • Kostenfreie Stellplätze: Wildcamping und Park4Night reduzieren Übernachtungskosten um 70%
  • Camping Key Europe: Rabattkarte für skandinavische Campingplätze (10-20% Ersparnis)
  • Tanken in Schweden: Günstigste Spritpreise der Region
  • Supermarkt-Ketten: ICA und Coop bieten die besten Preise für Lebensmittel

Besonderer Tipp für den Wohnmobil-Kauf: Eine Skandinavien-Rundreise ist der perfekte Test für ein eigenes Wohnmobil. MS Reisemobile bietet Ihnen hierfür ein „Kauf-und-Rückgabe“"-Programm an, falls Ihnen das Camping-Leben doch nicht gefällt. So können Sie Ihre Traumreise mit einem potenziell eigenen Fahrzeug testen.

 

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